
25.04.26 –
Was auf dem Zuckerfabrikgelände passiert, ist für die Öffentlichkeit kaum sichtbar: Hinter hohen Wällen werden dort große Mengen Hausmüllverbrennungsasche (HMVA) aufgehaldet – offen gelagert kann sie von dort in unser Wasser und unsere Atemluft gelangen.
Wir gehen damit jetzt bewusst an die Öffentlichkeit. Denn die Bedburger:innen haben das Recht zu erfahren, was auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik geschieht. Wir danken Herrn Vlaminck vom KStA für seine hervorragende Recherche. Auch der Rhein-Erft-Kreis führt nun eine ordnungsrechtliche Untersuchung durch, um zu prüfen, wieso kontaminierte Müllverbrennungsaschen über zwei Jahre unversiegelt ausgebracht wurden.
Das ist ein Skandal, denn die enthaltenen Schadstoffe gelangen so in Grundwasser und Atemluft.
Wir wollen wissen: Wurden während dieser Zeit Messungen zur Belastung durch Staub und Schadstoffe im Stadtgebiet durchgeführt – und wenn ja, mit welchen Ergebnissen? Wurde das Grundwasser rund um das Gelände ordnungsgemäß untersucht – und welche Erkenntnisse liegen der Kreisverwaltung dazu vor?
60.000 Tonnen HMVA wurden bereits verbaut. Warum will die Domus Immobilien AG weitere 285.000 Tonnen anliefern lassen, wenn diese doch nur für den Straßenbau genutzt wird – der schon zu 90% erfolgt ist? Wer soll einen Bauantrag stellen, wenn er noch gar kein Grundstück in Aussicht hat?
Unser Ziel ist klar: Schaden von den Menschen in unserer Stadt abzuwenden. Das gelingt nur mit Transparenz und Ehrlichkeit, die wir hiermit einfordern. Wir werden das Thema für die Bürgerinnen und Bürger weiter verfolgen.
Der Kölner Stadtanzeiger berichtete am 25.04.2026: https://www.ksta.de/region/rhein-erft/bedburg-kreis-geht-gegen-lagerung-von-hausmuell-verbrennungsasche-vor-1268219