
04.03.26 –
Viele Bedburgerinnen und Bedburger wünschen sich mehr Einblicke in die politische Arbeit vor Ort. Deshalb stellen wir euch hier die wichtigsten Punkte aus der Ausschusssitzung vor – sachlich und mit grüner Einordnung. Der Ausschuss für Klimaschutz, Digitalisierung, Wirtschaft und Strukturwandel (kurz: AKDWS) widmet sich einem breiten Aufgabenfeld. In der Sitzung vom 3.03.26 wurde u.a. über eine Bedburger Ausbildungsmesse diskutiert, RWE gab ein Update zum weiteren Ablauf des Tagebaubetriebes Garzweiler II, und ein Photovoltaikunternehmer stellte Pläne für die Herderstraße vor.
Zusammen mit der „Jungen Union“ stellte die CDU-Fraktion einen Antrag zur Einrichtung einer Ausbildungsmesse im Schloss/auf dem Schlossplatz1. Ziel des Antrags ist eine verbesserte Berufsberatung der Jugendlichen und eine Möglichkeit für Bedburger Betriebe, für sich zu werben. In ihrer Beschlussvorlage führte die Verwaltung aus, dass klassische Ausbildungsmessen ihrem Ziel nicht gerecht werden – so zeige die Praxis, dass jugendliche die Angebote direkt an den Schulen eher wahrnehmen. Aus Sicht der Verwaltung sei daher eine „Intensivierung der bestehenden Unterstützungsformate“2, also der Kreis-Ausbildungsbörse in Verbindung mit lokalen Aktionen an den Schulen, das probatere Mittel.
Wir GRÜNEN haben vorab mit Lehrer:innen gesprochen: Auch sie wünschen sich einen Ausbau der Angebote hier in Bedburg. Gleichzeitig halten wir einen Standort am Schulzentrum für sinnvoller und fordern, dass die Messe während der Schulzeiten stattfindet – keinesfalls am Wochenende.
Leicht geändert wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung einstimmig angenommen und zur weiteren Planung an den Schul- und Bildungsausschuss verwiesen.
Die Tage der Braunkohleverstromung sind gezählt, die ersten Anlagen werden zurückgebaut. Bis zum Jahre 2030 werden alle Braunkohlemeiler im Rheinischen Revier außer Betrieb gesetzt – mit möglichem Reservebetrieb bis 2033. Ein großer Gewinn für’s Klima!
In einem Jahrhundertprojekt soll der Tagebau Garzweiler dann ab 2036 mit Rheinwasser gefüllt werden. Nach fünf Jahren soll er bereits die Fläche des Tegernsees erreichen. Nach 30 Jahren, also 2066, soll die Befüllung abgeschlossen sein, sodass wir – oder unsere Kinder – im See spielen und baden können.
Anfang des Jahres wurde bekannt, dass der Rhein mit tausenden, teils unbekannten Stoffen kontaminiert ist – häufig aus sogenannten „Produktaustritten“ der Industrie, also Chemieunfällen3. Unser Ratsmitglied Jochen vom Berg hat nachgefragt: Wie bewertet RWE diesen Umstand, auch im Hinblick auf eine Kontamination des Grundwassers?
Erwartungsgemäß sieht das Unternehmen keine Probleme: Proben und Untersuchungen zeigten keine Auffälligkeiten, daher sei keine Reinigungsstufe vorgesehen. Allerdings seien die Erkenntnisse zum Rheinwasser noch recht neu, und werden im folgenden Planfeststellungsverfahren besprochen werden müssen. Wir werden am Thema bleiben und die Bedburger Bürgerinnen und Bürger weiter informieren.
Erneuerbare Energien in Bedburg sind eine Erfolgsgeschichte: 2022 erzeugte allein der Windpark Königshovener Höhe 176 GWh Energie – genug für 58.000 Haushalte. Und da die Stadt mit 49 % beteiligt ist, kommen die Einnahmen uns allen zu gute.
Entlang der A61, südlich der Josef-Balduin-Arena, möchte die Firma F&S solar concept GmbH nun gemeinsam mit der Stadt Bedburg eine Photovoltaik-Freiflächenanlage errichten. Auf insgesamt 6 ha beidseitig der Autobahn würden so 6,6 GWh Solarenergie produziert und dank Batteriespeicher netzschonend eingespeist.
Einige zeigten sich zunächst skeptisch, da sie eine optische Beeinträchtigung des Wohngebiets befürchten. Die Grenzen sollen jedoch großzügig begrünt, eine Blendung ausgeschlossen werden – Lärm spielt bei Photovoltaik keine Rolle. Wir GRÜNEN freuen uns über die Ansiedlung weiterer, nachhaltiger Energielieferanten in unserer Stadt, denn: ohne einen raschen Ausbau erneuerbarer Energien können wir das Klima – und unsere Art zu Leben – nicht retten. Unsere Abgängigkeit von Energieimporten aus Krisenregionen macht uns verletzlich.
Letztlich waren wir jedoch als Einzige bereit, den Vorschlag schon jetzt zu unterstützen. Der Ausschuss einigte sich darauf, „das Vorhaben zur Kenntnis zu nehmen“ und die Verwaltung mit dem Erstellen einer schematischen Darstellung zu beauftragen. In der nächsten Ausschusssitzung wird dann erneut dazu beraten.
Die vollständige Tagesordnung findest du im öffentlichen Ratsinfosystem auf der Website der Stadt Bedburg: https://ratsinfo.bedburg.de/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZdcCut5QpgvWDPvwJYVFjoI
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