Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Bedburg zum Thema: Beitrag zum Strukturwandel: Photovoltaikoffensive der Stadt Bedburg

An den Bürgermeister der Stadt Bedburg
Am Rathaus 1
50181 Bedburg

Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Bedburg zum Thema: Beitrag zum Strukturwandel: Photovoltaikoffensive der Stadt Bedburg

Sehr geehrter Herr Solbach,

in Anlehnung an Ihre Haushaltsrede vom 08.01. dieses Jahres, fühlt sich die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen ermutigt voller Zuversicht folgenden verwegenen Antrag zu stellen.

Zitat aus Ihrem Vortrag: „So wie ich die Dinge sehe, kommen wir um ein neues, und vor allem mutiges Denken, nicht drum herum.“ (S.5)

Wir beantragen, dass der Stadtrat eine Offensive für den Solarstrom im gesamten Stadtgebiet beschließt.

Ziel ist es, alle zur Verfügung stehenden Dachflächen, die eine günstige Dachausrichtung vorweisen, ob in städtischem, gewerblichem, industriellem oder privatem Besitz, mit Photovoltaikanlagen auszustatten.

Im Solarkataster des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) ist zu lesen, dass die Stadt Bedburg über ein Photovoltaik-Solarpotential auf Dachflächen von 1.111.000 m2 verfügt, das entspricht einem möglichen Stromertrag von 160 GWh pro Jahr und damit einer Einsparung bei CO2 von 80 kt im Jahr. Vgl. Anlage 1 (Quelle: www.energieatlas.nrw.de/site/Media/Default/Dokumente/Potenziale_PV.pdf).

Beginnen sollten wir mit den großen Dachflächen der vorhandenen Lager- und Logistikhallen. Hier ist der Ertrag an Strom und Rendite am effizientesten. Ein Weg dahin kann sein, die Eigentümer darüber aufzuklären, welche ökologischen und vor allem ökonomischen Vorteile ein solches Invest für sie bringt.

Ein anderer, für die Stadt sogar noch einträglicherer Pfad wäre, die Dachflächen anzumieten und die Photovoltaikanlagen durch das bereits bestehende Firmenkonsortium aus Stadt Bedburg und Innogy zu planen, zu installieren und zu betreiben. Damit hätten wir - neben den Windkraftanlagen - ein zweites Standbein in der Energieerzeugung.1

Eigentümer von Privathäusern sollten wissen, dass auch sie ihre Dächer für Solarmodule verpachten können. So bietet etwa der Stromanbieter ‚Naturstrom‘ derartige Verträge an. Aber auch das ist eine Investitionsmöglichkeit für das Stadt/Innogy Unternehmen.

Der Zeitpunkt, ein solch gewaltiges Unterfangen anzugehen, ist gerade jetzt optimal terminiert:
Im Kölner Stadt-Anzeiger vom Dienstag, den 08.01.2019 findet sich ein Bericht auf Seite 8, der uns darüber informiert, dass die NRW Landesregierung genau dasselbe Ziel verfolgt: nämlich die Schadstoffbelastung der Luft mit einer Offensive beim Ausbau der Solarenergie zu senken (vgl. Anlage 2).

Darum ergänzen wir unseren Antrag um den Aspekt, dass die Stadt Bedburg die Landesregierung über unsere Absicht, Solar.Modell.Stadt. zu werden, informiert und von ihr, über die zuständigen Ministerien, logistische und fiskalische Unterstützung einfordert.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, wir sind wie Sie „überzeugt, dass wenn wir (das Thema) ernsthaft und konstruktiv diskutieren und in 2019 gemeinsam die(s) wichtige Projekt durchziehen, die Leute das sehr zu schätzen wissen und mehr Vertrauen in uns und die Politik haben werden.“ (Zitat S.6)

„Wir sollten dies gemeinsam tun und dabei mutig sein …“ (Zitat S.10)

Der Antrag bedingt, dass im Haushalt der Stadt Bedburg ein Titel für die, bei der Umsetzung notwendigen Maßnahmen, eingestellt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Jochen vom Berg Fraktionsvorsitzender
Janina Pier-Sekul Stadträtin
Ewald Wienand Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Strukturwandel

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