Keine interkommunale Gewerbefläche westlich der BAB 61 in Bedburg

Wir sind für eine Gewerbeansiedlung mit Augenmaß aber gegen ein Industriegebiet westlich der A 61!!!

Ja, auch in Bedburg sind die verfügbaren Gewerbeflächen knapp, aber auch die Optionen werden angesichts der fortschreitenden Versiegelung von Flächen immer knapper.

Bürgermeister Solbach liegt nach Ansicht der Grünen falsch, wenn er bestes, gewachsenes Ackerland, wertvollen Lössboden, für alle Zeit versiegelt und mit Industrieanlagen verbauen möchte.

Corona zeigt uns ganz deutlich, dass wir innehalten, neue Wege suchen und von einem „Weiter so“ abrücken müssen.

Jochen vom BergJochen vom Berg (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen) freut sich z.B. sehr, dass wir in einer Region leben, in der es Landwirtschaft gibt – wir können hier ohne lange Produktionswege einen Teil dessen anbauen, was wir für unsere tägliche Verpflegung benötigen. Ein unfassbarer Schatz, den wir nicht einfach hergeben sollten!

Wir dürfen nicht vergessen, dass wir auch den Strukturwandel zu meistern haben. Gerade dieser bietet uns die Chance, Gewerbeflächen auf anderem Wege zu realisieren:

Flächen auf wiederverfülltem Tagebaugelände zum Beispiel.

Noch besser sind die in naher Zukunft stillgelegte RWE-Kraftwerke geeignet zu allgemeinen Industrieflächen zu konvertieren. Hier gibt es bereits großflächige Versiegelungen, auch im weiteren Umfeld der eigentlichen Kraftwerksblöcke.

Janina Pier-SekulJanina Pier-Sekul fragt sich in diesem Zusammenhang, wie es mit der interkommunalen Fläche „Terra Nova“ aussieht. Hier ist bereits eine Fläche für neues Gewerbe vorgesehen – leider tut sich hier jedoch NCHTS! Pier-Sekul findet, es ist sehr viel besser, diese Fläche zunächst sinnvoll in Betrieb zu nehmen anstatt jetzt bereits wieder weiteres Ackerland zu zerstören.

Es ist noch unbestimmt, was auf der geplanten interkommunalen Fläche, in einer Größe von 70 ha Ackerland, angesiedelt werden wird. Etwa noch mehr Logistikhallen wie im Industriegebiet Mühlenerft? Das bedeutet einen riesigen neuen Flächenverbrauch für wenige Mitarbeiter. Geringe Gewerbesteuereinnahmen für die Stadt und mangels Arbeitsplätzen nur wenig Einkommenssteuer. Steuern, die laut Bürgermeister Solbach die Haupteinnahmequelle für das Stadtsäckel sind.

Wir fordern beim Ausverkauf unserer Landschaft gerade jetzt innezuhalten und über nachhaltige Konzepte nachzudenken.



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