Stolpern Sie mit dem Kopf und dem Herzen ...

... über das Schicksaal der Millionen ermordeten Menschen durch die Nationalsozialisten

 

Das NS-Regime hat Anfang bis Mitte des letzten Jahrhunderts, man muss perverser Weise schon sagen, „in preußischer Gründlichkeit“ Menschen in Massen ermordet. Die von dem Künstler Gunter Demnig hergestellten Stolpersteine bringen die Namen zurück zu ihren letzten Wohnorten, von denen sie zwangsweise fliehen mussten oder von denen sie zwangsweise deportiert wurden. Jeder verlegte Stein ist handgefertigt und erinnert an jedes einzelne Schicksal. Am 12. September 2018 wurden 12 weitere Stolpersteine in Bedburg verlegt.

 

Wie Gunter Demnig im Rahmen seines Vortags am 11.09.2018 im Schloss bestätigte, sind es oftmals die Grünen, die für die Verlegung der Stolpersteine in ihren Kommunen die Initiative ergreifen. Auch so in Bedburg. Bereits am 07.06.2015 ging der Antrag der Grünen auf Verlegung von Stolpersteinen bei der Stadtverwaltung ein. Es sollten anderthalb Jahre vergehen bis endlich am 02.02.2017 die ersten Stolpersteine verlegt wurden. Der Bedburger Stadtarchivar Uwe Depcik konnte weitere Schicksale ermitteln, so dass am 11.09.2018 insgesamt zusätzliche 12 Stolpersteine in der Lindenstraße 6 sowie in der Hundsgasse 7 verlegt wurden.

 

Jochen vom Berg, Fraktionsvorsitzender der Grünen, ermuntert die Bürger, mit dem Kopf und dem Herzen über diese Erinnerungssteine zu stolpern und lädt die Bürger gerne ein, sich vor dem Stolperstein die Inschrift durchzulesen: „Denn wenn Sie lesen möchten, wer dort gelebt hat, verbeugen Sie sich automatisch vor dem Schicksal dieses Menschen“.

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