Einführung von Mitfahrbänken im Stadtgebiet zur Ergänzung des ÖPNV`s im Stadtgebiet

Antrag der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Rat der Stadt Bedburg:
Einführung von Mitfahrbänken im Stadtgebiet zur Ergänzung des ÖPNV`s im
Stadtgebiet

Sehr geehrter Herr Solbach,

die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen beantragt die Einführung von Mitfahrbänken im Bedburger Stadtgebiet als ergänzende Maßnahme für die Anbindung abgelegenere Ortsteile, an die Zentren Kaster und Bedburg.

Begründung:
Die Idee der Mitfahrbank entstand vor einigen Jahren im Gebiet der Gemeinde Speicher in Rheinland Pfalz. Auch dort gibt es einige abgelegene Ortsteile, die nur ungenügend an den ÖPNV angeschlossen sind. Da man neue Bänke zum Verweilen der älteren Bevölkerung anschaffen wollte, entstand der Gedanke, diese als Treffpunkt für Bürger zu kennzeichnen, die eine Mitfahrgelegenheit in die anderen Ortsteile suchten. Die Bänke sind farblich gekennzeichnet und mit einem Richtungsanzeiger ausgestattet. Mit diesem kann man den Ortsteil, für vorbei kommende Fahrzeuge, kenntlich machen, zu dem man mitgenommen werden möchte.

Diese Idee wurde in der Zwischenzeit auch von anderen Kommunen aufgegriffen, z.B. von Bibertal im Hunsrück, Anderath im Kreis Cochem Zell oder Arnsberg Voßwinkel, um nur einige zu nennen.

Bisher werden unterschiedliche Erfahrungen bezüglich der Annahme dieses Konzepts in den Ortschaften gemacht. Hervorheben möchten wir den Aspekt, dass durch die Einführung von Mitfahrbänken ein Netzwerk entstehen kann, das von älteren und jüngeren Bewohner der abgelegeneren Ortsteile, ohne großen Organisationsaufwand genutzt werden kann. Gegebenenfalls können auf diesem Weg sogar dauerhafte Fahrgemeinschaften entstehen, der Kontakt in den Ortsteilen wird gefördert und man hat einige Bänke mehr zum Verweilen.

Die Fahrgäste sind ganz normal über die Kfz-Haftpflicht mit versichert.

Für das Bedburger Stadtgebiet würden sich aus Sicht der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen die Ortsteile Kirch-Grottenherten, Kirch-Kleintroisdorf, Pütz und Bedburg-Rath für den Einsatz von Mitfahrbänken anbieten.

Eventuell ist die Anschaffung der Bänke über ein Sponsoring von Unternehmen im
Stadtgebiet möglich.

Aus unserer Sicht kann das Konzept Mitfahrbank, die Lebensqualität gerade in den Randortslagen, für nicht motorisierte Bürgerinnen und Bürger verbessern.

Mit freundlichen Grüßen

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Jochen vom Berg Janina Pier-Sekul
Fraktionsvorsitzender Stadträtin

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